Umicore 2030

Am gestrigen Handelstag brach die Umicore Aktie zwischenzeitlich zweistellig ein. Zwar erholte sich der Aktienkurs im Anschluss leicht. Dennoch notieren die Anteilsscheine des belgischen Batterie-Unternehmens auf Wochensicht zweistellig im Minus. Der veröffentlichte Plan „Umicore 2030 – RISE“ wurde vom Markt wenig positiv aufgenommen – kein schlechter Zeitpunkt, um hier einen Blick auf die Geschehnisse rund um die Umicore Aktie zu werfen.

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Zweistellige Verluste am Mittwoch für die Umicore Aktie

 

Am gestrigen Mittwoch veröffentlichte das belgische Unternehmen Umicore seinen Strategieplan für die mittelfristige Zukunft unter dem Namen „Umicore 2030 – RISE“. Der Markt hatte augenscheinlich eine optimistischere Einschätzung erwartet. Viele Anleger zogen die Reißlinie und schickten die Umicore Aktie zweistellig ins Minus. Damit notiert die Aktie seit Jahresbeginn wieder leicht im Minus, hält sich jedoch im schwachen Gesamtmarkt beständig.

Massive Investitionen in den nächsten Jahren  

Umicore wirft einen Blick in die Zukunft und möchte das eigene Geschäftsmodell innovativ weiterentwickeln, um die Marktposition zu stärken.

„Our „Umicore 2030 – RISE“ strategy builds on our proven ability to embrace megatrends, our strong market positions, technology leadership and organizational excellence and will allow us to accelerate sustainable and profitable growth to be a net beneficiary of the changing world, particularly of the rapidly accelerating mobility transformation“

Dafür möchte man in den nächsten fünf Jahren gestaffelt bis zu fünf Milliarden Euro investieren, bis 2030 soll die EBITDA-Marge bei über 20 % liegen. Zugleich möchte man bis 2030 den Umsatz des Unternehmens verdoppeln.

JPMorgan sieht Strategieplan ambivalent  

Umgehend äußerte sich ein Analyst von JPMorgan zum neuen Strategieplan. Das Kursziel bleibe bei 27,50 Euro, die Einschätzung auf „Neutral“. Denn die Investitionen für die nächsten Jahre liegen rund doppelt so hoch wie erwartet. Zugleich ist die Margenschätzung wenig ambitioniert. Die Experten gingen zuvor davon aus, dass man mit dem Geschäft für wiederaufladbare Batterien für Elektroautos deutlich höhere Margen und somit auch Gewinne erzielen würde. 

Kurzfristige Belastungen, langfristig spannendes Geschäftsmodell  

Aktienkurse korrespondieren langfristig mit der Gewinnentwicklung eines Unternehmens. Eine geringere Marge und steigende Investitionen werden das Gewinnwachstum, das in den vergangenen Jahren durchschnittlich über 20 % p.a. betrug, beeinträchtigen. Kurzfristig gibt es somit Belastungen für die Umicore Aktie.

Doch langfristig bleibt das Unternehmen spannend positioniert, um vom Boom der E-Mobilität zu profitieren. Denn auch Batterien wird mittlerweile die Funktion als Allheilmittel aberkannt, da umweltschädliche Folgen ebenfalls bei der Herstellung vorhanden sind. Eine Kreislaufwirtschaft dank Recycling von Umicore wäre die Lösung. Nicht mehr und nicht weniger ist das langfristige Ziel von Umicore 2030.

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Die langfristige Vision ist spannend, das Geschäft rund um das Recycling der wichtigen Batterien zukunftsträchtig. Dennoch schauen Anleger auf die nächsten Jahre, die von steigenden Investitionen und wohl sinkenden Gewinnen geprägt sein könnten. Mit einem aktuellen KGV von rund 20 ist die Umicore Aktie historisch eher günstig bewertet. Dies lässt sich jedoch im Hinblick auf die langsamer, wachsenden Gewinne plausibel erklären.

Interessierte Anleger setzen die Umicore Aktie auf die Watchlist und beobachten die weitere Entwicklung. Kurzfristig scheint weiteres Downside-Potenzial vorhanden, insbesondere im Hinblick auf makroökonomische Belastungsfaktoren und ein steigendes Zinsumfeld, das einen regelmäßigen Cashflow für Anleger wichtiger denn je macht.

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