Amazon

Gespannt schaute gestern Abend die Aktienwelt auf die Tech-Konzerne Amazon und Apple, die am Donnerstagabend ihre Zahlen vermeldeten. Nachdem am Mittwoch der Fed-Zinsentscheid die Märkte zu einer ersten Rallye antrieb, hing der weitere Verlauf der Erholung vornehmlich von Amazon und Apple ab.

Neben den aktuellen Zahlen schauten Anleger insbesondere auf die Prognosen des Unternehmens, um die Auswirkungen einer Rezession abzuschätzen. Und eins vorweg – sowohl Amazon als auch Apple überzeugten bei den Zahlen. Zugleich sehen diese auch die mittelfristige Zukunft positiv und rechnen mit überschaubaren Auswirkungen der Rezession, in die die USA gestern mit einem schrumpfenden BIP rutschte.

Umsatz wächst weiter, Gewinn über den Erwartungen  

Im zweiten Quartal konnte Amazon den Umsatz um sieben Prozent steigern. Damit lag der erzielte Umsatz bei 121,2 Milliarden USD und deutlich über den Erwartungen. Zwar sank der Betriebsgewinn von 7,7 Milliarden US-Dollar auf nur noch 3,3 Milliarden US-Dollar. Die steigenden Kosten und Gewinnbelastungen waren jedoch eingepreist. Experten hatten sogar mit einem deutlich stärkeren Rückgang gerechnet.

Amazon CEO Andy Jassy sieht das Unternehmen auf dem richtigen Weg:

„Despite continued inflationary pressures in fuel, energy, and transportation costs, we’re making progress on the more controllable costs we referenced last quarter, particularly improving the productivity of our fulfillment network.“

Die wichtigen Segmente im Check  

Die wichtigsten Amazon Segmente konnten bei den Zahlen überzeugen. Das Flaggschiff Amazon Web Services gilt als die Zukunft von Amazon und ist die Cashcow schlechthin. Der operative Gewinn bei AWS stieg um 36 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag über den Erwartungen.

Cloud Computing bleibt ein Megatrend und Amazon die beste Wahl, um mit Technologie- und Marktführer AWS zu partizipieren. Beispielsweise entschied sich Delta Air Lines im vergangenen Quartal für die primäre Nutzung von AWS. Die Investment-Bank Jefferies will die gesamte IT-Struktur zu AWS auslagern.

Während der Shopping-Boom durch steigende Inflation zumindest stark beeinträchtigt wurde, konnte Amazons E-Commerce weiter wachsen. Die Umsätze stiegen um rund 10 % auf 8,7 Milliarden US-Dollar. Hier sind es insbesondere externe Verkäufer, die Amazon.com als Handelsplattform nutzen, welche das Wachstum anfachen.

Immer wichtiger wurde in den vergangenen Jahren das Werbegeschäft von Amazon. Bereits Alphabet zeigte eine stabile Ertragslage bei den Werbeeinnahmen. Amazon konnte die Erlöse um 18 % auf 8,8 Milliarden US-Dollar steigern.

Starker Ausblick über den Erwartungen: Von Rezession keine Spur  

Von großer Bedeutung waren in der laufenden Berichtssaison jedoch die Ausblicke in die Zukunft. Während manch ein Unternehmen nicht gewillt oder in der Lage war, einen Ausblick zu geben, sieht dies bei Amazon gegenteilig aus. Denn die Verantwortlichen sind optimistisch. Im nächsten Quartal möchte man den Umsatz auf 125 bis 130 Milliarden US-Dollar steigern – ein Umsatzwachstum von bis zu 17 %. Die Analysten rechneten hier mit deutlich weniger.

Amazon Aktie explodiert: Internet-Gigant weiterhin ein Top-Pick am Aktienmarkt

Nachbörslich schoss die Amazon Aktie zweistellig nach oben. Denn der Internet-Gigant zeigt, dass die starke Marktposition mit Burggraben in einer Rezession Schutz bieten kann. Die Amazon Aktie stellt ihre Stärke unter Beweis und bleibt auch in einem schwierigen Jahr 2022 einer der Top-Picks am Aktienmarkt – übrigens im Einklang mit der Apple Aktie, die ebenfalls nach den Zahlen profitierte. Denn auch hier erwarten die Verantwortlichen keine Abschwächung des Geschäfts – ein wenig Hoffnung für die in 2022 stark strapazierten Nerven der Anleger.

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