Stanley Black & Decker Aktie

Die Berichtssaison befindet sich in ihrer heißen Phase. In der laufenden Woche meldete auch das US-Unternehmen Stanley Black & Decker seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal und lag dabei deutlich unter den Schätzungen der Analysten. Die Aktie crashte und Anleger stellen sich zunehmend die Frage, ob die Aktie nun ein Kauf ist oder man lieber abwarten sollte. Denn einige Risiken offenbart der Bericht zum zweiten Quartal 2022.

Stanley Black & Decker crasht zweistellig

Am heutigen Freitag notiert die Stanley Black & Decker Aktie wieder mit rund 3 % im Minus. Damit belaufen sich die Kursverluste in der aktuellen Woche auf fast 15 %. Im laufenden Jahr verloren die Anteilsscheine über 40 % ihres Werts. Die Stanley Black & Decker Aktie befindet sich in einem Abwärtstrend und korrigiert munter weiter. Nun hat man neue Tiefs im laufenden Börsenjahr erreicht – charttechnisch bleibt dem Kurs weiteres Abwärtspotenzial immanent.

Umsatz und Gewinn unter den Erwartungen

Die jüngsten Quartalszahlen von Stanley Black & Decker waren enttäuschend. Denn das Unternehmen aus den USA wies einen Gewinn von 1,77 USD pro Aktie aus, während Analysten mit 2,13 USD deutlich höhere Gewinne erwarteten. Beim Umsatz konnte man die Prognose ebenfalls nicht erfüllen – 4,39 Milliarden zu 4,74 Milliarden USD. Zugleich schraubte man die Guidance für das gesamte Jahr 2022 deutlich herunter. Nun erwartet man einen Gewinn pro Aktie zwischen 0,8 und 2,05 USD anstelle von 7,2 bis 8,30 USD. Augenscheinlich treffen die makroökonomischen Belastungsfaktoren Stanley Black & Decker hart. 

Was macht Stanley Black & Decker eigentlich?  

Bei Stanley Black & Decker handelt es sich um ein 1843 gegründetes Traditionsunternehmen aus den USA. Der weltgrößte Hersteller von Werkzeugen verkauft pro Sekunde rund 50 Produkte. Ursprünglich entstand man aus der Fusion von zwei etablierten Werkzeugherstellern.

Insbesondere bei Dividenden-Investoren ist die Stanley Black & Decker beliebt. Denn seit fast 150 Jahren schüttete man jedes Jahr Gewinne an die Aktionäre aus. Zugleich hat man seit über einem halben Jahrhundert die Ausschüttungen jedes Jahr erhöht.

Das Geschäftsmodell von Stanley Black & Decker basiert zuvorderst auf den folgenden drei Säulen, mit denen man über 15 % des Weltmarkts für sich beanspruchen kann.

Die Segmente von Stanley Black & Decker

Tools & Storage In diesem Segment erwirtschaftet Stanley Black & Decker rund 70 % der Umsätze. Hier sind verschiedene Werkzeuge, Reinigungsgeräte oder medizinische Schränke enthalten.
Industrial Mit rund 15 % der Umsätze verdient Stanley Black & Decker an Befestigungsprodukten für industrielle Kunden. Hier ist man der Marktführer bei der Niet-Technologie, um verschiedene Gegenstände miteinander zu verbinden.
Security Rund 15 % der Umsätze werden vom Security Segment erzielt. Alles dreht sich um die elektronischen Sicherheitssysteme des Unternehmens.

Hohe Kosten und Inventory als Risiken  

Risiken sind einem aktuellen Investment in Stanley Black & Decker immanent. Denn zum einen sind die Lagerbestände hoch. Das sogenannte Inventory betrug zum Quartalsende rund 6,6 Milliarden USD, noch einmal 400 Millionen mehr als im ersten Quartal. Diese Entwicklung führte das Unternehmen auf eine nachlassende Nachfrage zurück. Zugleich werden für die nächsten Jahre hohe Kosten erwartet, die man in einem gezielten Sparprogramm reduzieren möchte. Das Ziel: Kostensenkung von eine Milliarde US-Dollar bis 2023 und zwei Milliarden USD in drei Jahren.

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Stanley Black & Decker ist der Weltmarktführer unter den Werkzeugherstellern und überzeugt mit eine langen Dividendenhistorie. Die jüngste Korrektur trieb die Bewertung mit KGV und KUV auf den niedrigsten Stand seit über fünf Jahren. Allerdings sind die steigenden Kosten und der hohe Lagerbestand Risikofaktoren, die die Profitabilität mittelfristig mindern könnten. Hier gilt es nun, die strategische Ausrichtung zu optimieren und Kosten signifikant zu reduzieren. Dann, und nur dann, dürfte die Stanley Black & Decker weiterhin eine defensive Aktie mit starkem Potenzial sein.

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