Apple auf der Suche nach neuem Produktionsstandort

Laut einem Bericht des Wall Street Journal ist, der amerikanische Tech-Gigant Apple auf der Suche nach einem neuen Produktionsstandort. Das Unternehmen überlegt über alternative Produktionsstandorte nach für China, dem aktuell größten Produktionsstandort für iPhones und Macbooks.

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Anscheinend will der amerikanische Tech-Konzern Apple sich in Zukunft verändern. Dafür wird anscheinend schon nach einem neuen Produktionsort für die weltweit beliebten Geräte des Herstellers gesucht. Seine Produktionspartner hat Apple bereits eindringlich aufgefordert, zu mindestens Teile der Produktion aus China auszulagern. Als Grund nennt Apple die restriktive COVID-19 Politik des Landes, die keine sichere und planbare Produktion zulässt.

Der Elektronikhersteller verlässt sich schon seit Jahrzehnten auf die Volksrepublik China. Dort werden 90 % der Geräte des Herstellers entwickelt und produziert. Nur ein sehr geringer Teil der Produkte von Apple werden in Indien oder Vietnam hergestellt. Dies soll sich in Zukunft drastisch ändern.

Apples neue Strategie kann einen Trend in der Tech-Industrie auslösen

Die Entscheidung des wertvollsten Tech-Unternehmens der Welt könnte eine Kettenreaktion auslösen und andere Unternehmen dazu verleiten oder sogar dazu zwingen, sich aus China zurückzuziehen. Anscheinend haben auch andere große Unternehmen bereits begonnen, auf weitere Investitionen in der Volksrepublik zu verzichten. Laut dem Institute of International Finance (IIF) verringerten sich die ausländischen Investitionen im März dieses Jahres um 17,5 Milliarden. Das IIF bezeichnet diesen Rückgang als einmalig in der Geschichte Chinas.

China wird nicht nur wegen seiner radikalen Strategie zur Pandemie-Bekämpfung immer mehr gemieden. Andere Schwellenländer konnten auch in der Corona-Pandemie keine negativen Reaktionen von ausländischen Investoren registrieren. Es scheint, dass Investoren auch auf andere Entscheidungen der Volksrepublik reagieren. Eine davon kann die Weigerung des kommunistischen Landes sein, den Angriffskrieg Russland gegen die Ukraine zu verurteilen. Dies ist besonders für US-amerikanische Unternehmen ein Grund, um die Geschäftsbeziehungen zu China abzubrechen. Viele US-Analysten gehen davon aus, dass China den Krieg der Russen gegen die Ukraine auch als Anlass nutzen könnte, den Inselstaat Taiwan anzugreifen. Laut den amerikanischen Politanalysten plant China diese Aktion bereits seit langer Zeit und sucht nur einen Grund, um seine Pläne endlich umsetzen zu können.

Erste diese Woche hat der amerikanische Präsident Joe Biden bei einem Besuch in Taiwan versprochen, im Falle eines Angriffs durch China den Inselstaat bei der militärischen Verteidigung des Landes zu unterstützen. Er bestätigte dem Regierungschef Fumio Kishida, dass China kein Recht dazu hat, sich Taiwan militärisch einzuverleiben. Der US-Präsident verurteilt die Militärmanöver nahe der Inselrepublik auf stärkste und behauptet, dass China mit der Gefahr flirtet.

Die Reaktion von Chinas Außenministers folgte noch am selben Tag. Er wolle seine starke Unzufriedenheit über die Bemerkungen Bidens ausdrücken. Unter anderem warnte er die USA, dass China keine Kompromisse oder Zugeständnisse eingehen wird, wenn es um die Kerninteressen und die territoriale Integrität geht. Er äußerte sich mit klaren Worten, dass niemand die starke Entschlossenheit, den festen Willen und die mächtigen Fähigkeiten des chinesischen Volkes unterschätzen sollte.

Immer mehr Unternehmen ziehen sich aus China zurück!

Mit solchen Reaktionen baut China kein Vertrauen bei internationalen Investoren auf, die sichere und günstige Produktionsstätten suchen, mit denen auch der chinesische Markt versorgt werden kann. China war lange Zeit sehr interessant für ausländische Investoren. Aber auch wenn der chinesische Absatzmarkt immer noch sehr interessant für ausländische Unternehmen ist, gibt es immer für die Investoren immer mehr Gründe, ihr Kapital abzuziehen. Manche Analysten warnen sogar davor, dass sich ausländische Unternehmen auf schnelle und tiefgreifende Veränderungen vorbereiten sollen.

Apple hat in China mehrere Produktionsstandorte und gute Beziehungen zu vielen chinesischen Unternehmen aufgebaut. Der Abzug des Unternehmens aus China wird sich wohl über einen längeren Zeitraum hinziehen, bis Produktionskapazitäten in anderen Ländern aufgebaut sind. Das Unternehmen wird versuchen, Produktionsausfälle zu vermeiden und aus diesem Grund keine übereilten Entscheidungen treffen.

Für andere ausländische Unternehmen dürfte der Rückzug von Apple aus China auch Konsequenzen haben. Apple war immerhin einer der ersten Unternehmen, die vor Jahrzehnten Produktionsstätten und Geschäftsbeziehungen in China aufgebaut hat. Viele Unternehmen konnten dadurch von den Beziehungen profitieren. Die chinesische Regierung wird den Rückzug des Computer-Giganten nicht einfach hinnehmen und wahrscheinlich Regeln und Gesetze einzuführen, die andere Unternehmen finanzielle treffen werden.

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